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Ausgabe Nr. 1

Eine chinesische Mission im Aufbruch

Rita Chen Baumann setzt sich für Chinesischsprachige ein

Im September 2009 hat die Dienststelle der Bischofskonferenz «migratio» eine 20-prozentige pastorale Seelsorgestelle für Chinesischsprachige in der Schweiz geschaffen. Diese Stelle wird von der Theologin Rita Chen Baumann geleitet. Doch welche Aufgaben beinhaltet die Seelsorgestelle? «Kirche ohne Grenzen» hat Rita Chen Baumann besucht und interviewt.

Frau Chen Baumann, erzählen Sie uns etwas über Ihre Herkunft und Ihren persönlichen Weg in die Seelsorge.

Rita Chen Baumann: 1949 sind meine Eltern von China nach Taiwan geflohen, wo ich auch geboren wurde. Der Weg in die Seelsorge fing nach meinem Theologiestudium an der Jesuiten-Universität Fu Jen in Taipei an. Nach 21 Jahren Pastoralarbeit im Taipei Pastoral-Institut entschloss ich mich zur Weiterbildung im Ausland. 2006 schloss ich diese mit dem Lizenziat in kommunikativer Theologie und dem Master in Religionspädagogik in der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck ab.

Wie entstand die Idee der pastoralen Seelsorgestelle für Chinesischsprachige?

Weit entfernt von Verwandtschaft, der eigenen Kultur und Religion, erfährt man Fremdsein und Einsamkeit besonders stark. In der Sprachschule in Luzern wurde ich mit vielen menschlichen und sozialen Problemen Chinesischsprachiger konfrontiert. Ich erkannte sofort, dass viele Landsleute Hilfe brauchten, aber keine Anlaufstelle in ihrer Muttersprache hatten. Die chinesischen Migranten suchen aber auch «geistige Heimat ». Trotz guter Deutschkenntnisse öffnen die Chinesen ihr Herz nur in der Muttersprache. Einige haben mir auch im persönlichen Gespräch gesagt, dass sie, obwohl katholisch getauft, ihren Glauben in der Schweiz praktisch «verloren» haben, weil sie keine Ansprechstelle hatten, an welche sie sich in Glaubensfragen wenden konnten. So entstand dann die Idee einer pastoralen Seelsorgestelle für Chinesischsprachige.

Welche Aufgaben beinhaltet die Stelle?

Zuerst versuche ich mit Chinesischsprachigen in Kontakt zu kommen. Ich kläre Bedürfnisse ab, plane Gesprächsstunden, baue Bibel- und Katechumenengruppen auf und kontaktiere chinesische Priester, die in der Schweiz studieren. Wichtig ist auch, diese verschiedenen Gruppen, die für Religion offen sind, miteinander zu vernetzen. Gleichzeitig mache ich die chinesische Mission den Pfarreien in der Schweiz bekannt und biete bei Bedarf Seelsorgern Hilfe an. Zurzeit sind Treffen in St. Gallen, Zürich, Luzern und Zug geplant. In meiner Pastoralund Beziehungsarbeit unterstützen mich auch ehemalige Missionen, die im chinesischsprachigen Raum tätig waren, z.B. die Immenseer-Missionare, die Chorherren vom Grossen St. Bernhard, die Ingenbohlerund Ilanzer-Schwestern.

Wie sind Ihre Erfahrungen bis jetzt?

In einer Bibelgruppe sagte mir eine Frau: «Eine solche Gruppe habe ich schon lange gesucht. Hier habe ich zum ersten Mal ehrlich und mutig ausgetauscht und mich meinen Schwächen gestellt. Sie hilft mir, einen Sinn für mein Leben zu finden und gute Beziehungen mit meiner Familie und meinen Mitmenschen zu schaffen.» In diesen Aussagen steckt der Geist einer guten Zusammenarbeit. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass meine Arbeit Früchte trägt und für tieferes Verständnis des Glaubens sorgt.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Interview: Mike Qerkini

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Kroatisch: Die Sprache ist weiterhin eine Barriere

Italienisch: Der heimliche Beschützer der Liebenden

Albanisch: «Den Menschen nahe sein, wo ich nur kann!»

Italienisch Musik und Tanz verkünden die Frohbotschaft

Kroatisch: Nachrichten auf Italienisch, Slowenisch, Kroatisch . . .

Philippinisch: «Ins Kloster als Bruder auf Zeit»

Spanisch: «Compartir» – Teilen als verbindende Kraft

Portugiesisch: «Als Freund und Pfarrer wahrgenommen»

Albanisch: «Ich war dankbar und berührt»

Französisch: «Freundliche Blicke, zärtliche Gesten…»

Kroatisch: Wahrscheinlich bald wieder nach Rom

Italienisch: Begegnung, Kultur und gemeinsames Feiern

Thailändisch: Erkenne dich selbst

Spanisch: La virgen de Guadalupe

Albanisch: Albanischer Kulturverein als Hilfe zur Selbsthilfe

Portugiesisch: «Seelsorge interessiert auch die Schweizer Muslime»

Italienisch: «Solo chi conosce potrà amare realmente»

Polnisch: «Mission und Ortskirche müssen Einheit werden!»

Kroatisch: «Für alle, die in Christus entschlafen sind!»

Albanisch: Zentrum für sechs kosovarische Volksgruppen

Spanisch: Pressebres vives, Baile de los Seises, Empanadillas...

Holländisch: Samichlaus mit Schimmel und Dampfschiff

Albanisch: «Buzmit - Mythologie trifft Weihnachtsglauben»

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2009

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Rita Chen Baumann führt Kurse für chinesische Priester und Schwestern, die in Europa studieren, durch.

Bild: Mike Qerkini
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