«Ins Kloster als Bruder auf Zeit»
Kapuziner schaffen eine neue Form im OrdenslebenEs ist wohl ein grosser Schritt. Ein Schritt, der in die konkrete Jesusnachfolge ruft. «Bruder auf Zeit», so heisst die neue Deutschschweizer Kapuzinerform der Teilname am Ordensleben. Für drei oder sechs Jahre leben Interessenten mit Kapuzinern im Kloster. «Kirche ohne Grenzen» spricht mit Bruder Damian Keller aus dem Kapuzinerkloster in Brig.
Bruder Damian, wie entstand die Idee «Bruder auf Zeit»?
Bruder Damian Keller: Seit 1993 bieten die Kapuziner im Kloster Rapperswil die Möglichkeit an, für eine oder mehrere Wochen mit den Kapuzinern zu leben und den klösterlichen Lebensalltag zu teilen. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist bis heute ungebrochen stark. In all den Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Lebensform auch heutige Menschen anzusprechen vermag. Manche äusserten sich so, dass sie gerne für längere Zeit mit uns leben und arbeiten würden, aber sich nicht vorstellen könnten, sich für immer an die Gemeinschaft zu binden. «Bruder auf Zeit» ist eine Antwort auf die Zurückhaltung dieser Menschen.
Gibt es ein Aufnahmeverfahren?
Interessierte nehmen Kontakt mit mir auf. In einem ersten Gespräch werden Vorstellungen und Erwartungen sowie Motivation und Voraussetzungen besprochen. Dem folgen «Schnuppertage» und mehrere Probewochen, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Wenn beide Seiten zustimmen können, werden gegenseitige Vereinbarungen getroffen und die befristete Bindung an den Kapuzinerorden vertraglich geregelt.
Wie kann man sich das Klosterleben eines Bruders auf Zeit vorstellen?
Ein Bruder auf Zeit nimmt am Leben der Gemeinschaft teil wie jeder Kapuziner und bringt dabei seine Persönlichkeit ein. Je nach Fähigkeit und Interesse übernimmt er die Verantwortung über bestimmte Aufgaben. Es ist sogar möglich, dass er extern einer Teilzeitarbeit nachgeht. Als Bruder auf Zeit legt er zwar nicht offiziell die Gelübde der Armut, des Gehorsams und der Ehelosigkeit ab, dennoch wird von ihm erwartet, dass er sich an dieser durch die Gelübde geprägte Lebensform orientiert.
«Ordensleben auf Zeit» kennen auch viele andere Religionen, zum Beispiel der Buddhismus. Im Christentum hat man jahrhundertelang auf Lebensentscheidungen gesetzt. Kommt nun ein Richtungswechsel?
Ein Richtungswechsel ist das nicht. «Bruder auf Zeit» soll ja schliesslich nicht die Berufung zum Kapuziner ersetzen. In unserer Nachwuchswerbung versuchen wir in erster Linie Männer anzusprechen, die Kapuziner werden wollen, und dies für ihr ganzes Leben. Diese Lebensentscheidung, die Sie ansprechen ist uns wichtig, und wir zweifeln auch nicht daran, dass dies auch heute eine sinnvolle und erfüllende Lebensform ist.
Zuletzt die Frage: Hat das Modell Erfolg? Gibt es viele Anfragen?
Als wir die Möglichkeit von «Bruder auf Zeit» öffentlich bekannt machten, nahmen eine schöne Anzahl Interessenten Kontakt auf. In den allermeisten Fällen wurde schon beim ersten Telefongespräch klar, dass es nicht klappen würde. Es gab auch Anfragen von Frauen. Anfangs Januar hat jemand als «Bruder auf Zeit» angefangen und lebt jetzt in der Gemeinschaft in Rapperswil. Ob das Modell Erfolg hat, wird sich zeigen. Von Erfolg spreche ich aber nicht erst dann, wenn eine grössere Anzahl «Brüder auf Zeit» mit uns leben. Auch hier gilt: Jeder Einzelne zählt.
Vielen Dank für das Gespräch.
Interview: Mike Qerkini
-------------------------------------------------------------------
Pansamantalang Kapatid
Ngayon panahon, may mga taong gustong malaman kung paano mamuhay ang mga Ordeng Kapusino. Tatlo o anim na taon namumuhay sila na kasama ang mga Kapusino. «Pansamantalang Kapatid», yan ang tawag sa mga taong ito. Sabi nga ni Bro. Damian Keller, isang Kapusinong naninirahan sa Kapusinongkombento sa Brig: «Simbahang walang Hangganan».
Simula noong 1993, nagaalok ang mga Kapusino na maaaring makatira sa Kombento nila sa Rapperswil, ang may hanggad na mamuhay kasama sila at sumali sa kanilang araw-araw na pamumuhay. Maaring tumira doon ng isa o maraming lingo. Itong alok na ito ay para sa mga lalaking 21-45 na taon, lalo na sa mga lalaking hindi pa lubos ang kanilang pasiya kung papasok sila sa Kombento. Kung maging Pansamantalang Kapatid muna sila, sa kaunting panahon mabibigyan nila ng bagong angkop ang kanilang buhay sa paghanap sa Diyos. Mararanasan nilang mabuhay sa kapatiran na ang arawaraw na buhay ay inaalay sa pagdasal, katahimikan, pagtatrabaho at buong oras na magkakasama.
Ang katagian upang matanggap ka sa Pansamantalang Kapatid ay kagaya rin ng mga katagian sa pagpasok sa kanilang Orden. Payag kang tanggapin ang buhay Kommunidad at ibigay mo ang iyong kakanyahan. Bibigyan ka ng tungkulin batay sa iyong katagian at hilig. Magiging isa ka sa kanila.
Hindi natin alam kung ano ang mangyayari sa hinaharap, kung itong pagsubok na ito ay magiging matagumpay. Sabi ni Bro. Damian sa isang pakikipanayan: «Matagumpay ay hindi lang sa dami ng mga Pansamantalang Kapatid na kapiling naming. Bawat isa ay mahalaga».
Übersetzung: Lyn Rutz
---------------------------------------------------------------
Chinesisch: Eine chinesische Mission im Aufbruch
Kroatisch: Die Sprache ist weiterhin eine Barriere
Italienisch: Der heimliche Beschützer der Liebenden
Albanisch: «Den Menschen nahe sein, wo ich nur kann!»
Italienisch Musik und Tanz verkünden die Frohbotschaft
Kroatisch: Nachrichten auf Italienisch, Slowenisch, Kroatisch . . .
Spanisch: «Compartir» – Teilen als verbindende Kraft
Portugiesisch: «Als Freund und Pfarrer wahrgenommen»
Albanisch: «Ich war dankbar und berührt»
Französisch: «Freundliche Blicke, zärtliche Gesten…»
Kroatisch: Wahrscheinlich bald wieder nach Rom
Italienisch: Begegnung, Kultur und gemeinsames Feiern
Thailändisch: Erkenne dich selbst
Spanisch: La virgen de Guadalupe
Albanisch: Albanischer Kulturverein als Hilfe zur Selbsthilfe
Portugiesisch: «Seelsorge interessiert auch die Schweizer Muslime»
Italienisch: «Solo chi conosce potrà amare realmente»
Polnisch: «Mission und Ortskirche müssen Einheit werden!»
Kroatisch: «Für alle, die in Christus entschlafen sind!»
Albanisch: Zentrum für sechs kosovarische Volksgruppen
Spanisch: Pressebres vives, Baile de los Seises, Empanadillas...
Holländisch: Samichlaus mit Schimmel und Dampfschiff
Albanisch: «Buzmit - Mythologie trifft Weihnachtsglauben»
---------------------------------------------------------------------



Bilder: TAU-AV Produktion Stans

