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Ausgabe Nr. 10

«Ich war dankbar und berührt»

Einsatz für den Austausch zwischen Christen und Muslimen

Saïda Keller-Messahli stammt aus Tunesien und ist Muslimin. Eine Muslimin, die «mit Herzensblut etwas macht». In ihrer Predigt in der katholischen Kirche Köniz/BE sprach sie über Jesus, um den religiösen Dialog zu fördern. Kirche ohne Grenzen hat mit der Gründerin und Präsidentin des «Forums für einen fortschrittlichen Islam» gesprochen.

Frau Keller-Messahli, wie kommt es, dass Sie sich für einen religiösen Austausch engagieren?

Saïda Keller-Messahli: Austausch ist für mich selbstverständlich: Sich anderen zu öffnen und von anderen zu lernen bestimmt doch unser Leben! Ich habe nie überlegen müssen, ob Austausch im Bereich der Religion zu tun oder zu lassen sei. Ich war bereits vor 15 Jahren Mitglied des Vorstands der IRAS (Iras Cotis – Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz, Anm. d. Verf.), bin dann allerdings ausgetreten, als ich merkte, dass mir Dialog mehr bedeutet als ein Austausch von Höflichkeiten und ein gegenseitiges ‚Sich in Ruhe lassen’.

Sie haben das «Forum für einen fortschrittlichen Islam» gegründet. Was ist das Ziel dieses Forums?

Unser Ziel ist es, eine Kultur im kritischen Umgang mit dem Koran zu entwickeln. Dies soll helfen, eine alte Tradition fortzuführen, die darin besteht, die Heilige Schrift der gelebten Zeit anzupassen. Konkret heisst es, dass es seit dem 7. Jahrhundert im Laufe der Zeit immer auch muslimische Denker gab, die den koranischen Text kritisch hinterfragt haben. Immer wieder haben sie menschenfreundlichere Interpretationen des Textes entwickelt. Wir möchten den Text als Menschen des 21. Jahrhunderts lesen und verstehen. Das bedeutet, dass wir den Koran aus seinem historischen Kontext heraus betrachten. Und dass wir ihn an den Errungenschaften unseres heutigen Lebens, vor allem an der Beachtung der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit gemessen und interpretiert haben möchten. Nur so kann verhindert werden, dass die islamische Offenbarung im Gegensatz zu unserem modernen Leben steht.

Wie verorten Sie sich innerhalb der muslimischen Gemeinde in der Schweiz?

Noch sind wir eine kleine aktive Minderheit. Doch inhaltlich sind wir uns gewiss, dass wir die Mehrheit der Muslime in der Schweiz repräsentieren. Denn die meisten Muslime, auch ausserhalb der Schweiz, leiden an den Spannungen zwischen ihrem modernen Leben und den religiösen Vorschriften aus dem 7. Jahrhundert.

Sie konnten in einer katholischen Kirche predigen. Wie haben Sie das erlebt?

Es war eine sehr eindrückliche und berührende Erfahrung für mich. Erstens die Tatsache, dass mir ein solcher Auftritt in einem sakralen christlichen Raum anvertraut wurde! Die Grossherzigkeit und das Vertrauen, die mir damit zuteil wurden, haben mich überwältigt. Und es hat mich auch ein bisschen beschämt, zu wissen, dass kaum ein Imam fähig wäre, seinen Platz in dieser Art der Rednerin einer anderen Konfession zu überlassen. Ich war dankbar und berührt.

Mit welchen Themen können Sie den Zugang zu den Christinnen und Christen finden?

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch, unabhängig von seiner Konfession und von seiner Gläubigkeit, eine spirituelle Dimension in sich hat. Diese Sehnsucht des Menschen nach einer Stimme ausserhalb unserer sichtbaren Welt, seine Suche nach Trost und Geborgenheit, erleichtert ihm die Begegnung mit und das Verhältnis zu den anderen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Interview: Mike Qerkini

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«Zemergjerësia e trullosur»

Saïda Keller-Messahli i dedikohët diskutimit fetar në mes të Krishterëve dhe Muslimanëve. Shkëmbimi është për Saïda Keller-Messahli i dukshëm. Ta hapesh veten para te tjerëve dhe të mësosh nga të tjerët është një vendim i jetës! Ajo asnjëherë nuk është dashur të mëndoj nëse shkëmbimi në zonën e fesë te bëhet apo jo. Para 15 vitëve ajo ishte anëtare e kryesisë se IRAS (Iras Cotis – Bashkësia ndërfetare e punës në Zvicër), por pasiqe ajo e kuptoj që dialogu i saj për të do të thotë më shumë se sa nje shkëmbim i mirësjellëjes apo një «ta lejmë njëri-tjetrin në paqë», ajo dha dorëheqje nga ajo bashkësi.

Pastaj ajo themëloj «Forumin per një Islam të avancuar». Qëllimi ështe ndihma e një kulture të kritikës në lidhje me Koranin, që të vazhdohët një traditë e vjetër, e cila e përshtatë Shkrimin Shënjtë më kohën në të cilën jetojmë. Do të thotë që në shekujt e kaluar, që nga shekulli i shtate, ka pasur studjuës të Shkrimit të Shenjtë, të cilët e kanë studjuar në menyrë kritike tekstin dhe e kanë interpretuar atë në menyrë më miqësore për njerëzimin. Ky forum dëshiron që njerëzit e shekullit 21 ta lexojnë dhe ta mesojnë tekstin, dtth që ta shiqojnë në një kontekst historik dhe ta masin apo ta interpretojnë atë më suksesët e jetës së sotme, sidomos në lidhjë më të drejtat e njeriut, të demokracisë dhe të sundimit të ligjit shtetëror. Vetëm keshtu mund të parandalohët që ky zbulim i cili shpesh herë është në kontrast më jetën tonë moderne.

Zonja Saïda Keller-Messahli ka predikuar në Kishen Katolike në Köniz (Gjërmani). Kjo përvojë te ajo ka lenë shumë përshtypje dhe e ka prekur atë. Vetëm fakti që i është besuar një dalje e tillë në skenë në një hapësire të krishtërë të bekuar, për të ishte unik. Zemërgjerësia dhe besimi që i janë dhënë, atë e kanë shpirtëruar. «Dhe jam ndjerë pak e turpëruar, kur e di se rrallë herë nje Imam është në gjendje që vendin e tij në këtë menyrë të ia leshoj një predikuesëje të një feje tjetër. Jam mirënjohëse dhe ndihëm e prekur.»

Përkthimi: Valentina Malota

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Chinesisch: Eine chinesische Mission im Aufbruch

Kroatisch: Die Sprache ist weiterhin eine Barriere

Italienisch: Der heimliche Beschützer der Liebenden

Albanisch: «Den Menschen nahe sein, wo ich nur kann!»

Italienisch Musik und Tanz verkünden die Frohbotschaft

Kroatisch: Nachrichten auf Italienisch, Slowenisch, Kroatisch . . .

Philippinisch: «Ins Kloster als Bruder auf Zeit»

Spanisch: «Compartir» – Teilen als verbindende Kraft

Portugiesisch: «Als Freund und Pfarrer wahrgenommen»

Französisch: «Freundliche Blicke, zärtliche Gesten…»

Kroatisch: Wahrscheinlich bald wieder nach Rom

Italienisch: Begegnung, Kultur und gemeinsames Feiern

Thailändisch: Erkenne dich selbst

Spanisch: La virgen de Guadalupe

Albanisch: Albanischer Kulturverein als Hilfe zur Selbsthilfe

Portugiesisch: «Seelsorge interessiert auch die Schweizer Muslime»

Italienisch: «Solo chi conosce potrà amare realmente»

Polnisch: «Mission und Ortskirche müssen Einheit werden!»

Kroatisch: «Für alle, die in Christus entschlafen sind!»

Albanisch: Zentrum für sechs kosovarische Volksgruppen

Spanisch: Pressebres vives, Baile de los Seises, Empanadillas...

Holländisch: Samichlaus mit Schimmel und Dampfschiff

Albanisch: «Buzmit - Mythologie trifft Weihnachtsglauben»

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2009


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«Wir möchten den Koran als Menschen des 21. Jahr-hunderts lesen und verstehen!»

Bild: Marina Felder
Saïda Keller-Messahli: «Ich habe nie überlegen müssen, ob Austausch im Bereich der Religion zu tun oder zu lassen sei.»

Bild: Hanspeter Hänni (zVg)
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