Magische Steine und heilige Schlangen
Ein Missionar über seine Arbeit in MexikoPater Theo Bischof ist Steyler Missionar. Als Priester wirkte er 18 Jahre lang in Mexiko. In seiner Arbeit begegnete er dem Brauchtum der Urvölker. «Kirche ohne Grenzen» hat Pater Theo interviewt.
Pater Theo, Sie wurden in Kolumbien Mitglied des Ordens der Steyler Missionare. Was hat sie dazu bewegt?
1964 ging ich als Student nach Estella bei Navarra in Spanien und 1965 weiter per Schiff nach Kolumbien. In Medellín machte ich das Noviziat in der Kongregation vom Göttlichen Wort (Steyler Missionare). Mich begeistern die Schwerpunkte des Ordens: Verkündigung des Wortes Gottes, der Dialog der Kulturen, Einsatz für die Armen, Gerechtigkeit und Frieden, Bewahrung der Schöpfung. Philosophie studierte ich in Irland, Theologie in Österreich. Nach der Priesterweihe in St. Gabriel Mödling/Wien, kehrte ich nach Lateinamerika zurück und arbeitete in Mexico in einer Kakteenwüste bei den Otomí-Indianern und später in einem tropischen Gebiet im Bundesstaat Oaxaca bei den Zapoteken. 1991 wechselte ich dann in unsere Schweizer Ordensprovinz.
Wie haben Sie sich in ländlichen Gegenden mit den Einheimischen verständigt?
Die meisten indianischen Sprachen sind sehr schwierig zum Sprechen und erst noch von Dorf zu Dorf unterschiedlich, doch fast alle können Spanisch, freuen sich aber über einheimische Redewendungen und Begriffe, die man beim Sprechen mit ihnen einzuflechten versucht. Die Indios sind zudem sehr musikalisch und mathematisch begabt.
Gibt es alte Riten oder fremde Symbole der Indios, die Sie während Ihrer Seelsorgezeit kennenlernten?
Ja, die gibt es. Bei den Otomíes z. B. – sie waren Sammler und Jäger – gibt es in ihrer Weltvorstellung noch heute Fruchtbarkeitsgottheiten, die in Nachttieren und im Höhlenkult verehrt werden. Bestimmte Steine helfen und beschützen, können aber auch als Schadenzauber benützt werden. Alte Fruchtbarkeitsriten werden auch mit der Verehrung des heiligen Kreuzpfahles vermischt. In feierlichen Zeremonien und Prozessionen erfleht man Lebenskraft, Hilfe und Schutz, indem man auf magische Kreuzeshügel steigt, die sonst nicht betreten werden dürfen, denn sie werden von bösen heiligen Schlangen bewacht.
Zum Schluss: Auch in der Schweizer Kirche kommen verschiedene Kulturen zusammen. Was müssten wir besonders beachten, damit Gemeinschaft entstehen kann?
Viele Wege führen nach Rom und noch viel mehr Wege führen zu Gott. Toleranz allein genügt nicht. Wollen wir Menschen guten Willens sein und Gott suchen, dann müssen wir uns vielmehr gegenseitig akzeptieren – jeder mit seiner verschiedenen Mentalität und seinem religiösen Leben. Uns hat Christus den Auftrag gegeben, zu verkünden, dass Gott Mensch geworden ist und uns bis in die tiefsten Tiefen angenommen hat.
Herzlichen Dank für das Gespräch!
Interview: Mike Qerkini
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P. Teodoro Bischof cuenta de sus trabajos en México
P. Teodoro es misionario de la Congregación del Verbo Divino (en Suiza conocida bajo el nombre de «Steyler Missionare», por Steyl, lugar de su fundación en Holanda). Trabajó durante de 18 años en México. En su trabajo pastoral llegó a conocer muchas costumbres de los indígenas. «Kirche ohne Grenzen» se entrevistó con él.
P. Teodoro, los indígenas otomíes y zapotecas hablan su propio idioma. ¿Usted lo aprendió?
P. Teodoro : Esos idiomas existen todavía en sus diferentes variaciones de dialectos y son sumamente difíciles de aprender, ya que el contenido de la palabra cambia según la entonación que se le da. El uso del idioma oficial español hace desaperecer esos dialectos poco a poco, por eso es importante que uno trate de usar, hablando con ellos las expresiones típicas de sus lenguas. La mayoría de los indígenas tienen un oído muy fino para la música y son buenos para las matemáticas.
Para terminar : También en la iglesia Suiza se encuentran diferentes culturas. ¿Qué hay que hacer, para que una comunidad verdadera pueda surgir?
Muchos caminos nos llevan a Roma y muchos más nos llevan a Dios. Como seres humanos de buena voluntad, nos esforzamos, buscamos y encontramos a Dios por diferentes caminos, formando una comunidad amplia y una iglesia universal, invisible. Más que a tolerarnos, hay que aceptarse mutuamente, cada uno con su propia idiosincrasia, convicción y las costumbres religiosas. Como cristianos y cristianas debemos anunciar la buena nueva de nuestro Señor Jesucristo, Dios nuestro, hecho hombre, que nos ha aceptado a todos, hasta lo más profundo de nuestro ser.
Übersetzung: P. Theo Bischof
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Italienisch: Begeisterung, die weiter trägt
Französisch: Adoray - Gott in Liedern loben
Albanisch: Christen und Muslime sind als Suchende unterwegs
Italienisch: Die Mission ist ein Stück unseres Lebensweges
Kroatisch: Gottesdienst in der Vielfalt uralter Riten
Spanisch: Gott ein Lächeln entlocken ...
Italienisch: Zurück nach Galiläa?
Spanisch: Frauen in der Mission
Albanisch: Heiliger Josef – Patron der Migranten
Kroatisch: Firmung – Verpflichtung, Mündigkeit, Bestätigung?
Albanisch: Dreizehn Antonius-Dienstage
Italienisch: Für Jesus tanzen
Spanisch: Muschel, gelber Pfeil und Steine als Wegweiser
Albanisch: Die schwarze Madonna versammelt ihre Kinder
Kroatisch: Faszination Marija Bistrica
Italienisch: Wenn die Hochzeit zum Beruf wird
Kroatisch: Kaum gepriesen – Eidg. Dank-, Buss- und Bettag
Englisch: Gemeinsam die Hoffnung feiern – Afrikanische Migranten
Spanisch: Zwischen Totenköpfen und Totenbrot
Italienisch: Am Übergang – Bar und Bat Mizwa
Albanisch: Der Heilige Geist – kein Pensionär!
Kroatisch: Gallus – ein Ausländer, ein Immigrant
Polnisch: Heu unter der Tischdecke
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Tänzer des Otomi-Dorfes San Jeronimo führen zum Fest «el divino rostro» einen Tanz auf.Bild: Magnus Pharao Hansen/WikimediaCommons
Bild: Mike Qerkini


