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Ausgabe Nr. 11

Firmung - Verpflichtung, Mündigkeit, Bestätigung?

Kroatische Gläubige stellen sich die Frage nach dem Firmsakrament

Die Taufe gilt als Eingliederung in die Kirche. In der frühen Christenheit entwickelte sich der Katechumenat, die Vorbereitung erwachsener Taufbewerber auf die Aufnahme in die Kirche. Am Ende der Vorbereitungszeit stand die Feier der Sakramente des Christwerdens: Taufe, Firmung, Eucharistie. Das Sakrament der Firmung wird heute als Vollendung der Taufe verstanden. Wie alt sollte man aber sein, um solch eine bedeutende Handlung bewusst wahrzunehmen? Diese Frage beschäftigt die kroatischen Gläubigen. «Kirche ohne Grenzen» hat verschiedene Generationen befragt.

Papst Pius X. (1903 – 1914) war Initiant der früheren Kommunion für Kinder. Dabei versäumte er die Abfolge Taufe, Firmung und Erstkommunion festzuhalten. So entstand die heutige Praxis der Säuglingstaufe, der Kommunion im frühen Schulalter und der Firmung. Welche Erfahrung haben kroatische Gläubige mit der Firmung als drittes Initiationssakrament gemacht?

Lebensentwicklung in den frühen Jahren
Für Barbara Ilecic (74) war die Firmung damals der Beginn eines selbstständigen Lebens im Sinne der Religion. Dadurch wurde sie fähig, bewusst ein religiöses Leben zu führen. Auf die Firmung wurden die Kinder vom Bischof selbst vorbereitet und unterrichtet. Vieles musste erlernt werden. «Ich konnte es damals kaum erwarten, gefirmt zu werden, um zu sehen, wie sich das anfühlt und wie sich mein Leben danach entwickeln wird.» erzählte Frau Ilecic. An diese Zeit zurückdenkend meint sie heute, dass man die Firmung nicht als Lebensveränderung auffassen soll. «Es ist gut, schon vor der Firmung gemäss dem Evangelium zu leben.» Mit zehn Jahren empfing Kata Dujmovic (78) die Firmung. Sie versteht die Firmung als Bestätigung im Glauben und als Verpflichtung gegenüber Gott. «Die Firmung war damals nicht in der Kirche. Ich kann mich noch genau erinnern, dass im Vorhof eines Hauses ein kleiner Altar aufgestellt wurde und die Firmung unter freiem Himmel stattfand. Es war sehr schön.» Heute findet sie, dass sie damals zu jung war um dieses Ereignis vollumfänglich zu realisieren.

Religiös mündig
Marko (15) und Tomislav (16) wurden vor kurzem gefirmt. Die Bedeutung des heiligen Sakraments wurde durch spezielle Kleidung der Firmlinge betont, weil sie nicht nur elegant, sondern auch wie Erwachsene gekleidet waren. Das sollte den Übertritt zum mündigen und verantwortungsbewussten Gläubigen ausdrücken. In den letzten Jahren wurden sie im Religionsunterricht intensiv vorbereitet. Beendet wurde die Vorbereitung mit einem Test, in dem sie aufzeigen mussten, dass sie diesen bedeutenden Schritt im Leben bewusst tun wollen. In einem Heft wurde vermerkt, wie oft die Firmlinge an den regelmässigen Gottesdiensten teilgenommen hatten. Waren beide Punkte in Ordnung, stand dem Empfang des Sakramentes nichts mehr im Weg. Wer etwas verpasst hatte, musste dies möglichst noch vor der Firmung nachholen. «Ich betrachte meine kirchlichen Aufgaben und Verantwortungen nun viel reifer und verantwortungsbewusster, weil ich endlich die Bedeutung des Glaubens in meinem Leben verstehe», erklärt Tomislav. Er ist froh, durch die Firmung neue Erkenntnisse gewonnen zu haben.

Text und Übersetzung: Katarina Dujmovic

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Italienisch: Begeisterung, die weiter trägt

Französisch: Adoray - Gott in Liedern loben

Albanisch: Christen und Muslime sind als Suchende unterwegs

Italienisch: Die Mission ist ein Stück unseres Lebensweges

Kroatisch: Gottesdienst in der Vielfalt uralter Riten

Spanisch: Gott ein Lächeln entlocken ...

Italienisch: Zurück nach Galiläa?

Spanisch: Frauen in der Mission

Albanisch: Heiliger Josef – Patron der Migranten

Spanisch: Magische Steine und heilige Schlangen

Albanisch: Dreizehn Antonius-Dienstage

Italienisch: Für Jesus tanzen

Spanisch: Muschel, gelber Pfeil und Steine als Wegweiser

Albanisch: Die schwarze Madonna versammelt ihre Kinder

Kroatisch: Faszination Marija Bistrica

Italienisch: Wenn die Hochzeit zum Beruf wird

Kroatisch: Kaum gepriesen – Eidg. Dank-, Buss- und Bettag

Englisch: Gemeinsam die Hoffnung feiern – Afrikanische Migranten

Spanisch: Zwischen Totenköpfen und Totenbrot

Italienisch: Am Übergang – Bar und Bat Mizwa

Albanisch: Der Heilige Geist – kein Pensionär!

Kroatisch: Gallus – ein Ausländer, ein Immigrant

Polnisch: Heu unter der Tischdecke

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Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

Kirche ohne Grenzen 2009

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Firmling Marko mit seinem Paten: «Ich verstehe die Bedeutung des Glaubens in meinem Leben.»
Als Erinnerung bekommen die Jugendlichen einen offiziellen Firmschein.

Bilder: Katarina Dujmovic
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