Die Mission ist ein Stück unseres Lebensweges
50 Jahre Missione Cattolica di Lingua ItalianaAm 1. Juli 1962 wurde die Missione Cattolica di Lingua Italiana MCLI gegründet. Grund genug, das Jubiläumsjahr durch besondere Gottesdienste und attraktive Angebote zu bereichern. «Kirche ohne Grenzen» hat einen Rückblick in die Vergangenheit gewagt, sich mit verschiedenen Gläubigen aus der Mission getroffen und über die MCLI gesprochen.
Die Geschichte der MCLI ist eng mit der Entwicklung der Arbeitsmigration des 20. Jahrhunderts verbunden. Der Industrieaufschwung Ende des 19. Jahrhunderts liess die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften wachsen. Damals gingen die meisten europäischen Immigranten davon aus, dass sie nur vorübergehend in der Schweiz wohnhaft bleiben und irgendwann wieder in ihr Herkunftsland zurückkehren würden. Doch viele Italiener fanden in der Schweiz eine neue Heimat. Schon die zweite Generation begann ihre Zukunft in der Schweiz zu sehen. Als unabdingbar galt das Erlernen der deutschen Sprache, um in der Schweiz ins Berufsleben einsteigen zu können – nur die MCLI hat diesen Generationswechsel überdauert.
Unterstützung im Alltag
«Am Anfang waren nicht nur die Messe und die religiöse Führung gefragt, sondern auch die Unterstützung bei Gemeindegängen, Rechtsfragen oder bei Bankgeschäften», erinnert sich Don Francesco Diodati, Missionar der MCLI. «Durch die gute Integration der Italiener in der Schweiz sind die allgemeinen Unterstützungsfragen immer weniger geworden und die Mission fokussierte sich von da an immer mehr auf den Glauben, das Feiern von Messen und die Aufrechterhaltung der religiösen Traditionen aus Italien. Für mich hat sich die Mission nicht gewandelt, sondern sie entwickelt ihre neue Funktion: Die italienischen Katholiken im Glauben zu begleiten und sie in dieser Zeit in all ihren Anliegen zu unterstützen.»
Heimat und kulturelle Verwurzelung
«Die Mission ist für mich zur zweiten Heimat geworden», erklärt Maria de Cicco (63), die 1964 in die Schweiz kam. «Ich wurde in der Mission getraut und habe meine beiden Kinder hier taufen lassen. Daher ist die Mission ein Teil meines Lebens geworden. » Doch auch die Gemeinschaft gewichtet sie stark: «Der Sonntag ohne die Feier mit der Gemeinde ist für mich kein richtiger Sonntag.»
«Die Mission ist für mich eine starke Verbindung zum Heimatland und vermittelt mir meine kulturellen Wurzeln sowie religiöser Werte, mit denen ich aufgewachsen bin. Und das möchte ich auch an meinen Sohn weitergeben», erklärt die Sizilianerin Oriana Giulotta (25), die seit einem Jahr Mitglied der italienischen Mission ist. «Mein Lieblingsfest in der Mission ist das Familienfest «la festa della famiglia», bei dem sich viele Gläubige ohne Familienangehörige in der Schweiz treffen. Bei diesem Fest gibt es vor allem kulturelle Angebote, es finden Theateraufführungen oder Konzerte statt.» Besonders stark betont die Sizilianerin: «Es gefällt mir sehr zu sehen, wie alle Lieder singen, die ich selber als Kind gesungen habe. Das Wichtigste für mich ist, dass mein Sohn Italienisch spricht und niemals vergisst, woher er kommt.» Und dieser Gedanke prägt die italienische Gemeinschaft der Glaubenden. In Zukunft möchte die Mission vermehrt die kulturellen religiösen Feste fördern und so dem Wunsch der Gläubigen gerecht werden.
Text: Fabiola Santi-López Bocanegra
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La Missione una parte del nostro cammino di vita
50 anni Missione Cattolica di Lingua Italiana
Sono passati ormai 50 anni da quel 1 Luglio 1962, giorno della fondazione della Missione. Questo dà motivo per arricchire l’anno giubilare con Messe straordinarie e attività allettanti. «Kirche ohne Grenzen» ha osato uno sguardo verso il passato e si è incontrato con diversi credenti della Missione per parlare della MCLI.
«La Missione per me è divenuta una seconda casa», spiega Maria de Cicco (63), arrivata in Svizzera nel 1964. «Mi sono sposata in Missione e vi ho fatto battezzare entrambi i miei figli. Per questo la Missione è diventata parte della mia vita.» Ma anche la comunità ha un peso importante per noi: «Una domenica senza la celebrazione con la comunità, per me non è veramente Domenica.»
«La Missione crea per me un forte legame con la mia patria e mi trasmette le mie origini culturali e i miei valori religiosi, con i quali sono cresciuta. Questa cosa la voglio trasmettere anche a mio figlio. », spiega la siciliana Oriana Giulotta (25), che da un anno è membro della Missione Italiana. «La mia festa preferita della Missione è la festa della famiglia. In questa festa s’incontrano tanti credenti che non hanno parenti in Svizzera. In occasione di questa festa ci sono tante attività culturali: Ci sono spettacoli teatrali e concerti.» In particolare sottolinea la siciliana: «Mi piace molto vedere, come tutti cantano canzoni che io cantavo da bambina. La cosa più importante però, è che mio figlio parli e ascolti Italiano e non si scordi mai da dove proviene. » Questo pensiero è fondamentale per la comunità di credenti italiana. Per il futuro la Missione vuole proporre più feste religiose-culturali e in questo modo venire incontro ai desideri dei credenti.
Übersetzung: Daria Rambone
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Italienisch: Begeisterung, die weiter trägt
Französisch: Adoray - Gott in Liedern loben
Albanisch: Christen und Muslime sind als Suchende unterwegs
Kroatisch: Gottesdienst in der Vielfalt uralter Riten
Spanisch: Gott ein Lächeln entlocken ...
Italienisch: Zurück nach Galiläa?
Spanisch: Frauen in der Mission
Albanisch: Heiliger Josef – Patron der Migranten
Spanisch: Magische Steine und heilige Schlangen
Kroatisch: Firmung – Verpflichtung, Mündigkeit, Bestätigung?
Albanisch: Dreizehn Antonius-Dienstage
Italienisch: Für Jesus tanzen
Spanisch: Muschel, gelber Pfeil und Steine als Wegweiser
Albanisch: Die schwarze Madonna versammelt ihre Kinder
Kroatisch: Faszination Marija Bistrica
Italienisch: Wenn die Hochzeit zum Beruf wird
Kroatisch: Kaum gepriesen – Eidg. Dank-, Buss- und Bettag
Englisch: Gemeinsam die Hoffnung feiern – Afrikanische Migranten
Spanisch: Zwischen Totenköpfen und Totenbrot
Italienisch: Am Übergang – Bar und Bat Mizwa
Albanisch: Der Heilige Geist – kein Pensionär!
Kroatisch: Gallus – ein Ausländer, ein Immigrant
Polnisch: Heu unter der Tischdecke
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Mission nicht gewandelt, sondern sie entwickelt
ihre neue Funktion.»
Bilder: Fabiola Santi-López Bocanegra



