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Aktuelle Ausgabe Nr. 14

Muschel, gelber Pfeil und Steine als Wegweiser

Zwei junge Pilgerinnen berichten über ihre Erfahrung

Santiago de Compostela – das ist nicht nur das Zentrum im äussersten Nordwesten Spaniens, Hauptstadt Galiciens und die Stadt des spanischen Schutzpatrons, des Apostels Jakobus des Älteren, sondern für viele Menschen ist es die Faszination eines Pilgerphänomens mit vielschichtigen Auswirkungen. «Kirche ohne Grenzen» spricht mit zwei Romanshorner Jakobspilgerinnen, Manuela Breu (28) und Nadine Gross (25), die Muschel, gelben Pfeil und Steine als Wegweiser hatten.

Frau Breu, wie kommen Sie zum Pilgern?

Das erste Jahr war es hauptsächlich der Wunsch, mit anderen jungen Leuten aus unserer Pfarrei in Romanshorn gemeinsam etwas nicht Alltägliches zu erleben. Dieses Gemeinschaftserlebnis ist eine grosse Motivation. Aber ebenso freue ich mich jeweils darauf, den Alltag weit hinter mir zu lassen, die Tage in der Natur zu verbringen, ganz im Moment zu leben und die Einfachheit des Lebens wieder schätzen zu lernen. Ausserdem tut es mir gut, Zeit zum Innehalten und für das stille Gebet zu haben. Bis jetzt bin ich aber nur etappenweise den Schweizer Jakobsweg gepilgert.

Frau Gross, welche Strecke sind Sie gepilgert?

Ich bin letzten Sommer die Strecke León— Santiago de Compostela (ca. 350 km) gelaufen und anschliessend noch die Strecke Santiago de Compostela—Finisterra (nochmals ca. 90 km), bis ans Ende der Welt.

Welche Erfahrungen haben Sie auf dem Camino gemacht?

Manuela Breu: Die Suche gestaltete sich nicht immer leicht und es kostete mich manchmal viel Überwindung, nach einem intensiven Wandertag müde und verschwitzt fremde Leute nach einer kostenlosen Übernachtungsmöglichkeit zu fragen. Besonders in Erinnerung bleibt mir ein gemeinsames Frühstück nach einer Übernachtung im Gartenhaus, das eine Kollegin und ich bei einem älteren Mann hatten. Er bewirtete uns voller Freude und aus dem anfangs wortkargen Gastgeber wurde ein leidenschaftlicher Erzähler, der uns viel aus seinem erlebnisreichen Leben berichtete. Wir erfuhren dann von ihm, dass er einige Monate zuvor seine Frau verloren hatte und er deshalb unseren «Besuch» in dieser Trauerzeit besonders schätzte. Eine Übernachtung im Wohnwagen, die grosszügige Bewirtung und Unterkunft bei einer Schwyzer Bauernfamilie oder auch eine Nacht auf dem Boden im Sitzungszimmer einer Pfarrei sind weitere besondere Erlebnisse. Mittlerweile ist es ein grosser Wunsch von mir, eines Tages von der Grenze in Frankreich über die Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela zu pilgern; am liebsten alles am Stück als eine Auszeit von mehreren Wochen. Ich freue mich schon, mir diesen Traum früher oder später zu erfüllen.

Nadine Gross: Ein ganz besonderer Moment war das Ankommen in Santiago de Compostela. Als ich am Morgen früh vor der mächtigen Kathedrale stand, liefen mir nur noch die Tränen herunter. Alle Last fiel von meinen Schultern und ich hatte ein unglaubliches Glücksgefühl. Noch heute, wenn ich an diesen Moment denke, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Ein weiteres sehr emotionales Erlebnis war in Finisterra, als wir zu viert an die kleine Bucht gingen, um das uralte Ritual gemeinsam durchzuführen. Man sollte im Meer schwimmen gehen, um sich zu reinigen. Die Jungs getrauten sich ins Wasser, uns Mädels war es zu kalt. Nach dem Baden, macht man in der Bucht ein Feuer und verbrennt seine alten Klamotten, die man zum Pilgern getragen hat. Auch wir verbrannten Hosen, Schuhe, Shirts und Mützen. Als dann das Feuer loderte und all unsere alten, dreckigen und verschwitzten Kleidungsstücke dahinbrannten, kam ein Moment der Stille auf. Jeder von uns rief sich den Weg nochmals in Erinnerung und genoss die Ruhe und den speziellen Augenblick.

Interview und Übersetzung: Fabiola Santi-López Bocanegra

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El Camino de Santiago

El Camino de Santiago es una ruta que recorren los peregrinos para llegar a la ciudad de Santiago de Compostela en España, donde se veneran las reliquias de Santiago el Mayor. «Kirche ohne Grenzen» tuvo el placer de hablar con dos mujeres que recorrieron completa o parcialmente el Camino de Santiago. Manuela Breu (28) de Romanshorn nos cuenta su experiencia. Nadine Gross (25) de Romanshorn relata también sus vivencias.

Manuela, ¿qué parte del Camino de Santiago recorrió usted y cuándo?

Desde el 2008 he recorrido anualmente el Camino de Santiago en Suiza, en diferentes etapas y en períodos de tres o cuatro días.

¿De qué manera se preparó usted para estos viajes?

La primera vez no me preparé, me dejé sorprender. Debido a que me gusta tanto caminar no me pareció importante una preparación física. Después de mi primer peregrinaje y dado que me gustó tanto, empecé a buscar libros acerca del tema. Ahora mis compañeros de viaje y yo tenemos como tradición preparar un pequeño libro, una especie de diario, en el que escribimos nuestros rezos, plegarias, dichos y experiencias obtenidas en el viaje.

¿Qué la motivó a realizar el peregrinaje?

El primer año fué el deseo de vivir una experiencia diferente al lado de los demás jóvenes de nuestra parroquia. Esta primera experiencia me permitió darme cuenta de la importancia que tiene para mí esa tranquilidad y reflexión que brinda un peregrinaje de este tipo.

Nadine, ¿qué experiencias emocionales o espirituales vivió usted durante su peregrinaje?

Uno de los momentos más memorables lo viví la mañana de nuestra llegada a Santiago de Compostela. El sólo hecho de encontrarme frente a esa imponente catedral hizo que se me llenaran los ojos de lágrimas. Otro recuerdo especial lo viví en Finisterra, cuando realizamos un antigüo ritual que consiste en nadar en el mar para limpiarse, encender una hoguera y quemar en ella las ropas en las que se realizó el peregrinaje. Cuando se está frente al fuego se tiene una sensación de tranquilidad enorme, es un sentimiento único.

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Italienisch: Begeisterung, die weiter trägt

Französisch: Adoray - Gott in Liedern loben

Albanisch: Christen und Muslime sind als Suchende unterwegs

Italienisch: Die Mission ist ein Stück unseres Lebensweges

Kroatisch: Gottesdienst in der Vielfalt uralter Riten

Spanisch: Gott ein Lächeln entlocken ...

Italienisch: Zurück nach Galiläa?

Spanisch: Frauen in der Mission

Albanisch: Heiliger Josef – Patron der Migranten

Spanisch: Magische Steine und heilige Schlangen

Kroatisch: Firmung – Verpflichtung, Mündigkeit, Bestätigung?

Albanisch: Dreizehn Antonius-Dienstage

Italienisch: Für Jesus tanzen

Albanisch: Die schwarze Madonna versammelt ihre Kinder

Kroatisch: Faszination Marija Bistrica

Italienisch: Wenn die Hochzeit zum Beruf wird

Kroatisch: Kaum gepriesen – Eidg. Dank-, Buss- und Bettag

Englisch: Gemeinsam die Hoffnung feiern – Afrikanische Migranten

Spanisch: Zwischen Totenköpfen und Totenbrot

Italienisch: Am Übergang – Bar und Bat Mizwa

Albanisch: Der Heilige Geist – kein Pensionär!

Kroatisch: Gallus – ein Ausländer, ein Immigrant

Polnisch: Heu unter der Tischdecke

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Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

Kirche ohne Grenzen 2009

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Kathedrale von Santiago de Compostela: Die Wirklichkeit des Ankommens in diesem «Haus des Herrn» erlebt man staunend, ehrfürchtig und dankbar.







Ein Wegstein auf dem Camino.







Manuela Breu: «Ich freue mich jeweils darauf, den Alltag weit hinter mir zu lassen.»

Bilder: zVg
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