Thaynger Kinder üben ein Weihnachtsmusical ein
Seit der Coronapandemie fand in Thayngen, Kanton Schaffhausen, kein Weihnachtskrippenspiel mehr statt. Dies möchte Flavia Martina ändern. Als sie die Idee im August in die Pfarreiratssitzung einbringt, wird diese einstimmig angenommen. Bald darauf fangen die Vorbereitungen an. Auch ihr Ehemann Marco Martina, der für den technischen Teil zuständig ist, und die drei Kinder des Ehepaars sind motiviert, das Krippenspiel mitzugestalten. Neben dem Ehepaar Martina besteht das Organisationskomitee aus Daniel Kahmann, zuständig für das Einüben der Texte, und Jessica Dell’Erba, verantwortlich für Kostüme und Bühnenbild. Kirche ohne Grenzen hat mit Flavia Martina über das grosse Interesse der Kinder, die Vorbereitung und Ziele des Krippenspiels geredet.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Krippenspiel einzuüben ?
Heutzutage feiern viele Menschen Weihnachten, ohne zu wissen, womit es eigentlich zu tun hat. Das Evangelium bleibt stets gleich, jedoch ändert sich die Form, wie es den Gläubigen vermittelt wird. Mein Ziel ist es, das Evangelium und die Weihnachtsgeschichte so zu übermitteln, dass es selbst Kinder verstehen. Was eignet sich also besser als ein Krippenspiel oder noch besser ein Weihnachtsmusical ? Obwohl ich von dieser Idee überzeugt war, überraschte mich das grosse Interesse daran. Selbst drei Oberstufenschüler wollten unbedingt daran teilnehmen. Eventuell werden wir sogar ein echtes Jesuskind haben. Ich freue mich, dass die Tradition des Krippenspiels in Thayngen wieder ins Leben gerufen werden konnte.
Was ist das Ziel dieses Projekts ?
Wie bereits erwähnt, ist das wichtigste Ziel, dass die Weihnachtsgeschichte für Kinder verständlich vermittelt und somit der eigentliche Sinn von Weihnachten präsent wird. Ein weiteres Ziel und ein Schwerpunkt ist für mich persönlich die Förderung der verschiedenen Talente der Kinder. Jeder und jede hat ein Talent und kann etwas besonders gut und darf dies mittels dieser Aufführung zeigen. Es soll nicht immer nur konsumiert, sondern auch selbst etwas produziert werden. Dies ermöglicht es, sein Talent mit anderen zu teilen. Den Kindern macht es grossen Spass, das Krippenspiel einzuüben. Nach zwei Proben gibt es auch ein gemeinsames Abendessen als Abschluss. Dies stärkt zusätzlich den Zusammenhalt unter den Kindern.
Worum geht es im Krippenspiel ?
Jakob ist Hirtensohn. Natürlich wünscht sich sein Vater, dass er eines Tages der gleichen Berufung nachgeht. Doch Jakob möchte Stallknecht bei seinem Onkel Saul werden. Sein Vater ist enttäuscht, doch als er merkt, dass er seinem Sohn diesen Berufswunsch nicht ausreden kann, gibt er schweren Herzens nach. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn bleibt aber von dieser Entscheidung beeinträchtigt.
Als Josef und Maria eine Unterkunft suchen, ist es Jakob, der den Stall vorschlägt, da das Hotel Jerusalemblick bereits besetzt ist. So erlebt er die Geburt von Jesus hautnah mit und kann auch mit seinem Vater Frieden schliessen, da dieser stolz auf seinen Sohn ist, dass gerade er Josef und Maria den Stall gezeigt hat.
Wie laufen die Vorbereitungen ?
Wir sind sehr zufrieden. Die Kinder üben viel zu Hause und werden von ihren Eltern tatkräftig unterstützt. Immer wieder kommt jemand mit einer neuen Idee zu mir, wie wir das Musical noch besser und unterhaltsamer gestalten können. So möchten beispielsweise zwei Kinder mit ihren Flöten und ein Kind am Klavier die Lieder begleiten.
Auch der gesamte Pastoralraum ist unserem Projekt gegenüber positiv gestimmt. Jutta und Christian Hauser, die Mesmerin und der Hauswart in der katholischen Kirche, unterstützen uns, indem sie die Räumlichkeiten für unsere Proben vorbereiten und sogar zweimal ein Abendessen für uns zubereitet haben.
Die früheren Krippenspiele in Thayngen zählten teilweise um die 300 Zuschauer. So hoffen auch wir, dass wir uns an Heiligabend um 16 Uhr in der katholischen Kirche in Thayngen ebenfalls an einer grossen Anzahl Zuschauer erfreuen können.
Interview & Übersetzung : Katarina Raguž, 3.12.24
Jakovljevo Božićno čudo
Djeca iz Thayngena uvježbavaju Božićni mjuzikl
Nakon pandemije Corone u Thayngenu (SH) nije više održan Božićni igrokaz. Flavia Martina ponovno želi nastaviti tu tradiciju. Njen suprug Marco Martina, te Daniel Kahmann i Jessica Dell’Erba podupiru ju u tom projektu. Pozivu se odazvalo 22 djece koji žele sudjelovati u igrokazu. Među njima su i sva tri sina obitelji Martina.
Gospođo Martina, što Vas je potaknulo na to, da ponovno oživite tradiciju Božićnog igrokaza u Thayngenu ?
U današnje vrijeme mnogo ljudi slavi blagdan Božića a da uopće i ne znaju pravu bit toga blagdana. Evanđelje, naravno, uvijek ostaje isto, ali način prenošenja Božje riječi vjernicima mora se prilagoditi vremenu. Moj cilj je da čak i djeca razumiju o čemu se radi kad slavimo Božić. Po mom mišljenju najbolji način je dakle pripremiti Božićni igrokaz.
O čemu se radi u igrokazu ?
Jakov je sin pastira. Njegov otac želi da i on jednoga dana krene njegovim stopama, no Jakov želi biti konjušar kod svoga strica Saula. Teška srca otac odobri Jakovu želju, ali njih dvojica ostaju u lošim odnosima. Jednoga dana Marija i Josip u potrazi za utočištem nailaze baš na Jakova, koji ih vodi u štalu, gdje se poslije rađa Isus. Ponosni otac oprašta Jakovu, te se u toj Božićnoj noći pomire.
Kako teku pripreme ?
Zasada smo jako zadovoljni. Djeca puno vježbaju kod kuće i roditelji ih podupiru u tome. Često djeca i sama imaju prijedloge, kako bi mogli učiniti naš igrokaz još zanimljivijim. Svako dijete ima neku nadarenost i lijepo je što im pomoću igrokaza možemo pružiti priliku da taj svoj talenat predstave drugima.
Prijašnje Božićne predstave znale su imati i do 300 gledatelja. Nadamo se, da ćemo na ovogodišnji Badnjak u 16.00 sati u katoličkoj crkvi u Thayngenu i mi imati brojnu publiku, kojoj ćemo moći pokazati u što smo ulagali veliki trud protekla dva mjeseca.
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