Was Kirche für einen Jugendlichen auf dem Firmweg 24 / 25 bedeutet

Leon Turkalj ist 14 Jahre alt und besucht das erste Jahr der Kantonsschule Schaffhausen. Im Interview erzählt er Kirche ohne Grenzen, welche Erfahrungen ihn in Bezug auf die Kirche geprägt haben. Momentan setzt er sich im Rahmen des Firmwegs 24 / 25 intensiv mit seinem Glauben auseinander. Im Sommer wird er ein vollwertiges Mitglied der Kirchengemeinschaft.

Was bewegt dich, in die Kirche zu gehen ?
Die Atmosphäre in der Kirche finde ich sehr angenehm. Sie bewirkt, dass ich den Alltags­stress für einen kurzen Moment nicht spüre respektive nicht empfinde. Ich fühle mich von den Menschen in meiner Kirchgemeinde aufgenommen. Mit meiner älteren Schwester gehe ich am liebsten in die Kirche, weil sie meine Vertrauensperson Nummer eins ist.

Was meinst du, ist die Kirche ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft ?
Die Kirche bietet viele Möglichkeiten, damit sich Menschen gemeinschaftlich austauschen können. Sie ist auch ein guter Ort, um neue Freundschaften zu schliessen. Menschen, die es im Leben nicht so einfach haben, können in der Kirche auch nach Hilfe fragen, und ihnen wird dann oft geholfen. Caritas ist ein super Beispiel dafür.

Beschreibe die Kirche mit den ersten drei Wörtern, die dir einfallen.
Gemeinschaft : In meiner Kirchengemein­schaft sind die meisten Leute sehr freund­lich, deshalb fühle ich mich dort sehr willkommen. Es spielt auch keine Rolle, welche Nationalität eine Person hat, das finde ich sehr wichtig.
Hoffnung : Oft geht es in den Predigten darum, dass immer bessere Zeiten kommen werden und dass es immer Auswege aus ungünstigen Situationen gibt. Die Kirche schenkt Hoffnung, und damit bekommt man auch gleichzeitig Mut. In die Kirche zu gehen, ist wie mit seinem Auto zur Tankstelle zu fahren, um vollzutanken.
Inspiration : Mir ist auf dem Firmweg aufgefallen, dass oft von Nächstenliebe gesprochen wird und dass wir versuchen sollten, eine bessere Version unserer Selbst zu werden, indem wir uns gegen­seitig unterstützen und nicht bekriegen. Wenn ich in der Kirche bin, komme ich oft dazu, mein Handeln im Alltag zu überdenken.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis in der Kirche ?
An den Weihnachtsabend des Jahres 2022 kann ich mich sehr gut erinnern, denn ich war damals in der festlich geschmückten Kirche an der Weihnachtsfeier. Dieser Moment war atemberaubend : Der Chor hat wunderschön gesungen, und dieser magische Moment hat mich tief berührt, weil das herzliche Gemeinschaftsgefühl sehr präsent war. An diesem besonderen Tag war ich mit meiner lieben Familie und den vertrauten Verwandten in der Kirche. Die gedämpften Lichter sorgten für eine zauberhafte Atmosphäre, und die stimmungsvolle Dekoration hat perfekt zum gesamten Bild gepasst. Es war richtig idyllisch. Ein prachtvoll dekorierter Weihnachtsbaum stand stolz ganz hinten im Raum. Der intensive Geruch des Weihnachtsbaums war berauschend, und der Weihrauch duftete an diesem Tag anders – irgendwie angenehm holzig und beruhigend.

Was würdest du in der Kirche ergänzen, um sie für Jugendliche attraktiver zu machen ?
Viele Jugendliche haben fast nie Bargeld dabei und können sich somit nie an der Kollekte beteiligen. Ein Twint-Code an dem Spende­beutel, der im Gottesdienst immer weitergegeben wird, würde die Zugehörigkeit der Jugendlichen fördern.
Eine digitale Zusammenfassung mit den wichtigsten Inhalten vom Gottesdienst mittels QR-Code wäre sehr praktisch, um bei Bedarf das Gehörte nochmals nachzuschauen. Eine digitale Vorschau wenige Tage vor dem Gottesdienst wäre auch gut. So könnte man entscheiden, ob das für einen selbst interessant ist. Der Gottesdienst ist dann keine Überraschung mehr.
Wenn man den Gottesdienst interaktiver gestalten würde, dann würde das Gepredigte besser aufgenommen werden, und es würde dem Ganzen mehr Dynamik geben.

Interview : Filmon Kidane, 26.12.24


 

Leon Turkalj
Quelle: Filmon Kidane
Liebt Zeichnen, Gamen und Sport : Firmling Leon Turkalj, der sich Gedanken über die Attraktivität der Kirche für Jugendliche macht.

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