Mit Musik Menschen zusammenbringen und die Kraft Gottes spüren

Alessia Zuzolo, 28-jährige gelernte Schneiderin und Schnitttechnikerin, ist Teil der Band « Praise the Lord » in der Missione Cattolica di Lingua Italiana (MCLI) in Neuhausen. Im Interview mit Kirche ohne Grenzen erzählt sie ihre persön­lichen Erfahrungen als Mitglied der Band und der Gemeinschaft.

Wie stehst du zur Musik ? Besteht damit eine Verbindung zum Glauben ?
Ich mag Musik sehr, bin aber nicht der Typ, der sie ständig als « Hintergrundmusik » im Leben braucht. Ehrlich gesagt, könnte ich auch nicht sagen, welches mein Lieblings-Genre ist. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich Film- oder Disneymusik wählen oder einfach alles, was leicht zu singen ist. 
Von klein auf habe ich in der Kirche mitgesungen – zuerst als Besucherin, dann im Chor, begleitet von meiner Gitarre bis hin zur Solistin. Das Repertoire in der MCLI in Neuhausen bestand schon immer aus modernen, tiefgründigen Texten und mitreissenden Melodien, die die Sonntagsmesse sehr lebendig machen. Viele der Lieder kommen aus der Kirchenbewegung Rinnovamento nello Spirito Santo (Erneuerung im Heiligen Geist). Einige wurden von den Jugendlichen selbst geschrieben, andere sind klassische Lieder, die immer schön sind. Das Singen und Musizieren haben mir die Möglichkeit gegeben, aktiv Teil des Gottesdienstes zu sein. Es bereitet mir immer noch Freude, wenn ich mitwirken kann und meine Fähigkeiten zur Verfügung stellen darf.

Wie bist du auf diese Community aufmerksam geworden ? Wie hat dich diese geprägt ?
Ich wurde durch Marco Martina auf die Lobpreisband « Praise the Lord » aufmerksam. Er war Jugendseelsorger im Pastoral­raum Schaffhausen-Reiat. Er fragte mich, ob ich als Sängerin an diesem damals neuen Projekt der Pfarrei St. Peter teilnehmen wolle. Musikalisch begann alles sehr klein : eine Gitarre, ein Schlagzeug und drei Stimmen. Wir haben immer gesagt : « Wir legen dieses Projekt in Gottes Hände. Wenn er will, dass es besteht, dann wird es bleiben und Früchte tragen. » Im Laufe der Zeit gab es natürlich den einen oder anderen Wechsel sowie Änderungen und Erneuerungen, doch in meinen Augen war es immer ein Wachstum, vor allem auf persönlicher Ebene.
Für mich persönlich kann ich mit Überzeugung sagen, dass ich durch die Band gelernt habe, aus mir herauszukommen und mutiger zu sein. Ich konnte meine technischen Fähigkeiten und mein Wissen erweitern und mich intensiver mit dem Glauben auseinandersetzen, sei es durch Gespräche in der Band oder mit den Besuchern des Lobpreisabends. Dadurch ist mein Alltag mehr auf Jesus ausgerichtet worden.
Ich habe viele wundervolle Menschen und Freunde kennenlernen dürfen und bin für all dies unglaublich dankbar. Daher hoffe und wünsche ich mir, dass meine « Früchte » auch für andere spürbar und inspirierend sind, dass sie berührt und ermutigt werden, ebenfalls einen Ort zu finden, um das zu tun, wofür sie brennen.

Welche drei Wörter beschreiben « Praise the Lord » am besten und wieso ?
Gebet : « Wer singt, betet doppelt », sagt der heilige Augustinus, und diese Weisheit spiegelt sich im Lobpreisabend wider. Der ganze Abend wird zu einem einzigen Gebet, sei es durch das gesprochene Wort oder durch moderne und zeitlose Lobpreislieder, durch das Zeugnis eines Gastredners, einer Gastrednerin oder durch die Anbetung des Allerheiligsten. Alles geschieht in einer Atmosphäre tiefer Gottesverehrung.
Offenheit : Unabhängig von deiner Konfes­sion steht Gott an diesem Abend im Mittel­punkt und wir loben Ihn. Du hast die Freiheit, still für dich zu sein oder den Herrn mit all deiner Kraft zu besingen und zu preisen. Bei uns ist jeder willkommen, so wie er gerade ist.
Oase : « Praise the Lord » ist ein Ort, der Raum und Zeit zum « Auftanken » bietet. Hier kann sich die Seele eine « Wellnesspause » gönnen, die Ruhe im hektischen und schnelllebigen Alltag bringt und die Aufmerksamkeit bewusst auf unseren Schöpfer richtet.

Was sind die nächsten Pläne von « Praise the Lord » ?
Das müsste man den Kapitän dieser Reise fragen (lacht). Kurzfristig möchten wir einen eigenen Proberaum haben, was sich allmählich verwirklicht. Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam die Kraft Gottes zu spüren. Ein grosses, langfristiges Ziel haben wir uns ebenfalls gesetzt : in einer Halle vor ein paar Tausend Menschen zu spielen oder in ferner Zukunft in der ausverkauften FCS-Arena in Schaffhausen ! 

Interview & Übersetzung : Filmon Kidane, 25.3.25


Text in Tigrinia
Quelle: zVg
Tigrinische Übersetzung
Alessia Zuzolo
Quelle: zVg
Alessia Zuzolo

 

 

Alessia Zuzolo
Quelle: zVg
Seit acht Jahren Teil der Band « Praise the Lord » : Alessia Zuzolo hat seither ihre Fähigkeiten und ihren Glauben vertieft.

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